Menschen, die gut in soziale Netzwerke eingebunden sind, erkranken seltener und erholen sich schneller, weil soziale Verbundenheit das Immunsystem stärkt und Stress reduziert. Eine Studie zeigt, dass Versuchspersonen, die Kontakt mit Erkältungsviren hatten, seltener erkrankten, wenn sie sozial aufgeschlossen waren. Einsamkeit hingegen kann die Gesundheit genauso belasten wie Rauchen, Übergewicht oder Bewegungsmangel, da sie das Stresshormon Cortisol erhöht, den Blutdruck steigert und die Immunabwehr schwächt.
Berührungen wie Umarmungen oder sanftes Streicheln fördern die Ausschüttung von Oxytocin und Endorphinen, die für Entspannung sorgen, Herzfrequenz und Blutdruck senken und das Wohlbefinden steigern. Beziehungen – sei es in der Partnerschaft, Familie oder im Freundeskreis – motivieren, auf die eigene Gesundheit zu achten, aktiv zu bleiben und sich wohler zu fühlen.
Auch gemeinsamer Sport wie Tanzen, Wandern oder Mannschaftsspiele bringt Menschen zusammen und aktiviert biochemische Prozesse, die das Immunsystem stärken und Entzündungen hemmen. Zwischenmenschliche Kommunikation regt das Gehirn an, vernetzt Synapsen, stärkt die Psyche und fördert die kognitiven Fähigkeiten.
Soziale Medien hingegen können reale Kontakte nicht ersetzen – stundenlanges Surfen führt oft zu einem Gefühl der Isolation. Besonders die Corona-Pandemie hat gezeigt, wie wichtig echte Begegnungen für unsere seelische und körperliche Gesundheit sind. Soziale Nähe und das Gefühl, Teil einer Gemeinschaft zu sein, zählen zu den wichtigsten Faktoren für ein langes, gesundes und erfülltes Leben.